SEI WIE DU BIST

Erkenne Dich selbst!

Soll ich meinem Verstand oder meinem Herzen folgen? So einleuchtend diese Frage auf den ersten Blick erscheint, so wenig hilfreich ist sie.

Wir sehen die Welt mit zwei Organen: das sind nicht die Augen. Wir erfassen die Welt mit unserem Herz und unserem Gehirn. Unsere inneren Konflikte zwischen Vernunft und Gefühl entstehen immer dann, wenn wir das Ganze nicht mehr sehen können, wenn wir zulassen, dass sich unsere Perspektive immer mehr verengt. Es ist eine Selbsttäuschung zu glauben, wir könnten den  "Weg unseres Herzens" oder den "Weg unserer Vernunft" gehen. Denn unabhängig davon, für welche Richtung wir uns entscheiden, die Stimme, die wir übergangen haben, wird sich umso lauter zu Wort melden. Lösen werden wir es nur dadurch können, wenn wir unsere Gefühle und unseren Verstand in Einklang bringen.

Kehren wir zum ursprünglichen Dilemma, entweder den Schein zu wahren und eine lieblose Beziehung aufrecht zu erhalten oder sich zu trennen und reinen Tisch zu machen, zurück. Es bewegt Frauen gleichermassen wie Männer: Wann hat es angefangen? Irgendwann begannen sich die Momente zu häufen, in denen wir uns genau vorstellen konnten, sich zu trennen.

Man könnte das Dilemma archetypisch von Sehnsucht und Realität auf den Punkt bringen: Die Frau weiss, was sie will, kann es aber nicht tun.

Der Mann könnte es tun, weiss es aber nicht!

Wir hätten es viel einfacher, wenn wir uns zu unseren Sehnsüchten bekennen würden. Es ist gar nicht so leicht, die Stimme der Zärtlichkeit, der Intimität, der Berührung, der Zartheit in uns selbst zu hören, weil wir ständig mit anderen Dingen beschäftigt sind. Auch der Wunsch nach sexueller  Erfüllung gehört dazu. Wie viele Jahrhunderte der Tränen, Geheimhaltung und Verfolgung hat es gedauert, bis man zumindest in aufgeklärten Ländern Männern die Liebe zu Männern und Frauen die Liebe zu Frauen zugestanden hat.

Wie schwer fällt es vielen Menschen offensichtlich heute noch, mit seinem Partner/Partnerin über die geheimen Sehnsüchte zu sprechen. Nur darauf zu hoffen, dass er/sie diese irgendwann im Laufe der Jahre erraten könnte, ist kein taugliches Rezept. Deshalb sprechen Sie offen über Ihre Gedanken und Gefühle und zwar von Anfang an. 

Was haben wir uns alles eingeredet? Warum können wir unsere Vorstellungen, worauf es im Leben wirklich ankommt, einander nicht erzählen? Weshalb versuchen wir auch noch als Erwachsene so zu leben, wie andere das von uns erwarten? Weil wir uns nicht getrauen! Das gilt nicht nur in einer Partnerschaft sondern auch in der Arbeitswelt.Wie sage ich's meinem Vorgesetzten, meinem Kollegen? Wie lange wird es noch dauern, bis wir endlich uns selbst und jedem Einzelnen von uns in seiner Einzigartigkeit sehen und das auch anzuerkennen im Stande sind?

Wie lange wollen wir noch als Anhänger irgendwelcher Vorstellungen und Verfechter irgendwelcher Ideen herumlaufen, die sich andere Leute ausgedacht haben, aber nicht unserem Denken entspricht? Warum sind wir neidisch auf andere?

Weil wir so sein wollen, wie andere schon sind!

Habe deshalb Mut zu Dir selbst, sei Dir Deiner Einzigartigkeit und die der anderen bewusst. Schluss mit Ausreden, denn auf die Dauer schafft das nur Frust, Unzufriedenheit bis hin zum Burnout. Ständig nur auf die Wünsche anderer einzugehen, schadet unserer Seele und macht krank. Deshalb sei Du selbst, akzeptiere Deine Mitmenschen wie sie sind, sprich aus Deinem Herzen und man wird Dich verstehen, Du wirst Erfolg haben, weil Dein Gegenüber merkt, dass Du es ehrlich meinst. Du kannst nur gewinnen!

"Ich wollte die Welt verändern - sie veränderte sich nicht -

 da begann ich mich zu ändern - und die Welt veränderte sich"

monika Tachernegg,( Mentalcoaching)

taquetta@bluewin.ch

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